N euermark-Lübars        
  WappenNeuermark-Luebars      
         

Bis zum Jahre 1954 bestand die heutige Gemeinde aus den selbständigen Gemeinden Neuermark und Lübars. Die urkundliche Ersterwähnung von Neuermark geht auf das Jahr 1130 zurück. So gab es dann in den Jahrhunderten unterschiedliche Schreibweisen der Ortsnamen, zum Beispiel im 14. Jahrhundert Nyenmarkede oder Lubas, was soviel wie Lindendorf heißt.

   
   

Lübars war um 1842 ein Pfarrdorf. Das Patronat und die Gerichtsbarkeit gehörten dem Rittergutsbesitzer von Jagow auf Rühstedt in der Prignitz. Aus dieser Zeit stammt auch ein überliefertes Verhandlungsprotokoll vom 28.10.1852, worin die Grenzen am Klietzer See zwischen der Gemeinde Klietz und den Bauern von Lübars festgelegt wurden.
Es gab bis 1941 in Lübars ein Standesamt. Hier wurden auch Angelegenheiten von Neuermark und Klietz abgehandelt. Neuermark ist ein durch flämische Siedler gegründetes Gutsdorf. Um 1849 soll Neuermark ein Kirchdorf gewesen sein, welches ein Rittergut besaß und dem Kaufmann Ferdinand Maquet in Magdeburg gehörig war. Zum Rittergut gehörten das Vorwerk Bürs und eine 1928 angelegte Ziegelei. Bauwerke aus Steinen mit der Inschrift 'Ziegelei Neuermark’ belegen diese Tatsache heute noch.
Der Ort Neuermark befand sich vor 1562 in mehrfach wechselndem adligem Lehnsbesitz. Zu dieser Zeit wird Hans von Treschkow (Treskow) als Lehns- und Patronatsherr erwähnt.
Die Kirche gehörte stets zu Lübars und jetzt zu Klietz. Eine Gedenktafel in der Kirche von Neuermark erinnert an Adam, Friedrich von Treschkow (1667 bis Dez. 1732).

     
     
NeuermarkReiterhof Neuermark-Luebars      
   
   
Neuermark-Luebars NeuermarkElbe  
                   
Das Gut wechselte dann, scheinbar infolge wirtschaftlicher Probleme, den Besitzer. Bis 1945 wurde das Gut durch die Familie Rath bewirtschaftet und danach durch die Bodenreform versiedelt.
Der Ort Neuermark-Lübars besitzt zwei Kirchen, die zur Kirchengemeinde Klietz gehören. Beide Orte waren geprägt durch die Arbeit ihrer Bauern. Dazu gab es aber auch ortstypische Handwerker wie Schmied, Stellmacher und Tischler.
Die überwiegende Anzahl der Bewohner war in der Landwirtschaft tätig. Gleichzeitig gab es seit 1934 Auspendler nach Klietz in die Betriebe der Wasag.
Bis zum heutigen Tag ist der Ort durch Landwirtschaft und kleine Handwerksbetriebe gekennzeichnet. Wobei die Anzahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft stark zurückgegangen ist. Für die Neuermark-Lübarser ist die Gemeinde herrliche Natur und Heimat.
     
   
Bürgermeister: Hans-Joachim Groß | Dorfstr. 45 | 39524 Neuermark-Lübars | Tel 039327|395  
       

Einwohner                    341

Gemeinderat

Freiwillige Feuerwehr